BLUTHOCHDRUCK
…die
Folgen aber leider schon. Wenn Bluthochdruck Schmerzen bereiten würde, dann wären
vermutlich auch mehr Menschen bereit, aktiv durch eine andere Lebensweise für
eine Normalisierung des Bluthochdruck
's
zu sorgen, oder wenigstens den Bluthochdruck
medikamentös einstellen zu lassen.
Wie
häufig ist der Bluthochdruck? Mehr
als 15 Millionen Deutsche leiden
unter Bluthochdruck. Bei den über 65jähigen
ist sogar jeder Zweite betroffen. Aber nur die Hälfte der Betroffenen wissen überhaupt,
dass sie einen Bluthochdruck
haben. Von den Menschen, bei denen der
Bluthochdruck bekannt ist, wird auch nur etwa die Hälfte behandelt. Von
denen, die immerhin behandelt werden, wird aber nur die Hälfte ausreichend
behandelt. Das bedeutet unter dem Strich: Die wenigsten Menschen mit
Bluthochdruck werden ausreichend oder überhaupt behandelt. Welche Krankheiten können durch Bluthochdruck entstehen?Bluthochdruck
ist asymptomatisch, d.h. er verursacht in der Regel
keinerlei Symptome wie z.B. Schmerzen. Lediglich bei plötzlich auftretenden
extrem hohen Werten kann es beispielsweise zu
Kopfschmerzen,
Herzklopfen,
Angst,
Schwindel, Luftnot
oder Herzbeklemmung kommen. Für die
Behandlungstreue wäre es möglicherweise günstiger, wenn wir den Bluthochdruck
mitunter auch schmerzhaft spüren würden. Die
Folgen eines langjährig bestehenden Bluthochdruck
's
können Sie aber umso drastischer zu spüren. Die wichtigsten Spätkomplikationen
sind:
♥
Arteriosklerose
(Gefäßverkalkung) Wie hoch darf der Blutdruck sein?
♥
Kleiner
als
140/85: Gute Einstellung, bei verdickter Herzmuskelwand kann ein niedrigerer
Druck sinnvoll sein.
♥
140/85-160/95:
Grenzwert- Bluthochdruck,
engmaschige Kontrollen notwendig, in Abhängigkeit von der Gesamtsituation kann
eine Behandlung erforderlich sein.
♥
Größer
160/95: manifester Bluthochdruck, Folgekrankheiten sind wahrscheinlich. Was verursacht einen Bluthochdruck?Wir
unterscheiden den sekundären Bluthochdruck, bei dem er als Folge einer anderen
Krankheit oder Störung auftritt, vom primären oder essentiellen Bluthochdruck,
dessen Ursache letztlich ungeklärt ist.
●
Hormonstörungen
(z. B. Schilddrüsenüberfunktion,
Nebennierentumor) Der
sekundäre Bluthochdruck ist aber nur für wenige Prozent der
Bluthochdruck-Erkrankungen
verantwortlich. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle handelt es sich
hingegen um eine so genannte essentielle Hypertonie, einen Bluthochdruck
unbekannter Ursache. Nichtsdestotrotz gibt es einige Faktoren, die das Auftreten
dieser Krankheit begünstigen können:
Θ
Vererbung:
Sind Verwandte (besonders die Eltern) von Bluthochdruck betroffen, so ist
die Welche Diagnostik ist sinnvoll?Das
erste Mal wird der
Hypertoniker, also der
Bluthochdruck-Kranke, meist durch eine Messung beim Arzt, beim Heilpraktiker
oder in der Apotheke auf den Bluthochdruck
aufmerksam gemacht. Eine Schwalbe macht aber noch keinen Frühling. Oft liegt nämlich
ein so genannter "Weißkitteleffekt" vor. Wenn der Arzt oder die
charmante Arzthelferin den Blutdruck misst, ist er vielleicht aus eben diesem
Grund erhöht. Als Ruheblutdruck zählt eigentlich nur der Wert, den Sie nach
mindestens zehn Minuten Ruhe ohne körperliche Anstrengung oder Aufregung messen
lassen. Es ist also sehr günstig, wenn Sie selbst gelegentlich den Blutdruck
messen (siehe unseren Artikel
Blutdruckmessung). Eine
weitere Untersuchung zur Feststellung
des Bluthochdruck 's ist das Echokardiogramm. Bei diesem "Echo",
der Vermessung des Herzens mit Ultraschallwellen, kann der Arzt unter anderem
die Dicke der Herzmuskelwände bestimmen. Wenn das Herz immer gegen einen hohen
Gefäßdruck anarbeiten muss, dann wird der Herzmuskel gewissermaßen trainiert
und reagiert mit einer Verdickung. Je dicker der Muskel, desto schlechter wird
er mit Sauerstoff versorgt. Da die Herzmuskelwand von außen nach innen
durchblutet wird, ist bei einem dicken Muskel die Innenschicht "die letzte
Wiese". Sie bekommt dann im Ernstfall zuwenig Sauerstoff ab und wird
langfristig geschädigt. Welchen Wert hat das Belastungs-EKG?Beim
Belastungs-EKG werden Sie und Ihr Herz meist mit
Fahrradfahren (auch Kletterstufe oder Laufband sind möglich) bis an die Grenze
der Leistungsfähigkeit belastet. Treten hierunter
Herzrhythmusstörungen
auf, gibt es Hinweise auf einen Sauerstoffmangel
im Herzen und wie reagiert der Blutdruck unter Belastung? Dies sind einige der
wichtigen Fragen, die nur mit einer solchen kontrollierten Provokation
beantwortet werden können. Weitere UntersuchungenManchmal
können Untersuchungen zum Ausschluss eines
sekundären Bluthochdruck 's sinnvoll sein. Diese sind aber nicht bei
jedem neu entdeckten Bluthochdruck erforderlich, sondern nur dann, wenn es
konkrete Hinweise auf eine der Ursachen gibt. Ein Indiz für einen sekundären
Bluthochdruck stellt die ungenügende Nachtabsenkung des Blutdruckes in der
Langzeitmessung dar. Eine Diagnostik der Blutsalze, bestimmter Hormone oder auch
der Nierenarterie kann dann nötig sein.
Bluthochdruck - Runter mit dem
Druck In
diesem Beitrag soll es um die erfolgreiche Senkung
eines Bluthochdruck 's gehen. Leider wird dieser gefährlichen,
für viele Folgekrankheiten verantwortlichen Störung nicht immer die
Aufmerksamkeit und die Behandlung zuteil, die sie eigentlich verdient hätte
(siehe auch Einleitung über die Häufigkeit des Bluthochdruckes und die Qualität
der Behandlung). Warum wird der Bluthochdruck nicht behandelt?Blutdruck
tut nicht weh. Warum sollte jemand entweder seine Lebensweise drastisch ändern
oder gar jahre- oder lebenslang Medikamente nehmen,
wenn keine Beschwerden bestehen? Dass das Risiko, einen
Schlaganfall,
einen Herzinfarkt
oder ein Nierenleiden zu bekommen, deutlich gesenkt werden kann, ist zwar
intellektuell erfassbar, der Nutzen einer Senkung ist am eigenen Leib aber nicht
unmittelbar spürbar.
|
Medikamente gegen Bluthochdruck
Beta-Blocker
blockieren die Auswirkung von
Stress
auf das Herz. Blutdruck, Puls und
Herzkraft sinken. |
Etwa
95 % aller Bluthochdruck -Patienten
leiden unter einem
sog. essentiellen Bluthochdruck, für den
es keine fassbare Ursache, aber begünstigende Faktoren gibt. Dieser lässt sich
durch geeignete Naturheilverfahren meist in den Normbereich absenken. Ist dies
nicht allein durch natürliche Methoden möglich, so stellen die
Naturheilverfahren dennoch eine Unterstützung einer gegebenenfalls
erforderlichen schulmedizinischen Therapie dar. Die einzelnen Verfahren sollen
hier ausführlicher dargestellt werden.
Bluthochdruck -
Patienten
leiden nicht selten an geringer Selbsteinschätzung. Sie stellen oft hohe
Anforderungen an sich selbst ("setzen sich unter Druck"), sind sehr
fleißig und leistungsorientiert. Oftmals werden auch Konflikte nicht offen
ausgetreten und schwelen im Verborgenen weiter.
Manchen Patienten läuft aber auch "die Galle über" (Choleriker), was
zur Entwicklung und Verstärkung des Bluthochdruck
's
beiträgt.
Wenn Sie sich hier wieder finden,
so sollten Sie lernen, Konflikte nicht um jeden Preis zu vermeiden, sie
gegebenenfalls offen und angemessen, aber nicht mit übertriebener Wut
auszutragen. Entspannungstherapien wie
Yoga,
Autogenes Training oder
Muskelentspannungstraining nach Jacobson
können sehr hilfreich sein. „Das“ beste
Entspannungsverfahren gibt es
nicht. Das beste ist jenes, mit dem Sie sich wohl fühlen.
Fatal ist, dass gerade die rationalen, stressanfälligen (Hypertoniker)
Bluthochdruck - Erkrankten
von diesem "meditativen Quatsch" nicht besonders viel halten.
Seien doch Sie offen! Enge im
Denken verengt auch das Herz und die Gefäße. Probieren Sie
Entspannungstechniken doch einmal für einige Wochen aus - in jeder
Volkshochschule kann man diese Techniken heutzutage für wenig Geld und mit
geringem Aufwand erlernen. Der größte Widerstand ist nur "Ihr eigener
Schweinehund". Sie werden merken, dass es nicht nur Ihrem Blutdruck,
sondern dem ganzen Menschen (und der Umgebung vielleicht auch) besser gehen
wird, wenn Sie entspannter und ausgeglichener sind.
Werden Sie sich auch bitte über
Ihre negativen Gefühle klar. Sind wirklich alle anderen außer Ihnen Idioten,
die nichts können und ständig falsch entscheiden? Können Sie wirklich keine
Verantwortung (Macht) abgeben? Nicht derjenige ist der Beste, der alles selber
kann und macht, sondern der die richtigen Leute in seinem Team um sich schart
und den richtigen Leuten die richtigen Aufgaben in deren eigener Verantwortung
überlässt (das trifft für den Betrieb, die Familie, den Verein usw. zu).
Oder hat dieser Themenbereich für
Sie gar keine so große Bedeutung? Vielleicht ist bei Ihnen die richtige
viel
wichtiger. Sind Sie
übergewichtig, trinken gern einmal ein Gläschen (auch hin
und wieder eines zuviel) und essen lieber Schnitzel mit Pommes als Lachs mit
Salat? Dann ist eine
♥ Meiden
Sie Kochsalz (besonders wenn Sie
übergewichtig sind). Die Kochsalzfrage
wird zwar meist übertrieben, aber einige sprechen auf eine
Kochsalzreduktion recht gut an. Gesalzene Erdnüsse und Paprikachips sind
dann natürlich tabu (da freut sich auch der Bauch). Aber auch Fleisch,
Wurst und Käse sollten Sie dann deutlich reduzieren, denn diese
Lebensmittel schmecken nur, wenn sie reichlich Salz enthalten. Natriumreiche
Mineralwässer müssen Sie übrigens nicht meiden, da diese einen Bluthochdruck
nicht provozieren, wie in Studien nachgewiesen wurde.
♥ Wichtiger
noch als Salz zu meiden, ist eine gemüse- und obstreiche Kost. Diese enthält
viel Kalium, den natürlichen Gegenspieler des Natriums im
Salz-Wasser-Haushalt. Auch Salate und Frischkornbrei können Sie bei guter
Verträglichkeit reichlich zuführen.
Als Faustregel gilt: 5 am Tag! Das heißt, Sie sollten täglich 5 Portionen
Obst oder Gemüse zu sich nehmen, wobei eine Portion etwa eine Faust groß
sein sollte (100-200 g). Eine Portion kann durch Obst- oder Gemüsesaft erfüllt
werden.
♥ Ernähren
Sie sich omega-3-fettsäurereich.
Omega-3-Fettsäuren sind gesunde, hoch
ungesättigte
♥ Auch
das Anti-Streßmineral Magnesium - in allen grünen
Gemüsen und Salaten sowie in Vollkornprodukten
enthalten - kann zur Senkung
von Bluthochdruck beitragen.
Unterstützend
können auch bestimmte Vitamine und Mineralstoffe in höherer Dosierung, als wir
sie üblicherweise mit der Nahrung zu uns nehmen, zur Senkung
von Bluthochdruck beitragen. Die folgenden Substanzen haben eine
nachgewiesene Wirkung:
♥ Magnesium
300-400 mg täglich
♥ Kalzium
ca. 1 g täglich
♥
Vitamin
C ca. 1 g täglich
1
kg Reduktion entspricht einer durchschnittlichen Senkung von 1-2 mmHg.
Mit dem
Heilfasten nach
Buchinger
können Sie in so kurzer Zeit eine so starke Senkung
des Bluthochdruck erzielen, dass der Blutdruck - insbesondere an den
ersten Tagen - teilweise dramatisch sinkt. Sollten Sie blutdrucksenkende
Medikamente einnehmen, so sollten Sie diese unter fastenärztlicher
Aufsicht mit
Nach
Auch einzelne eingestreute
Entlastungstage (z .B. ein Obst-, Saft- oder Reistag
pro Woche) können über eine Entwässerung und Entsalzung des Körpers bereits
zu einer messbaren Bluthochdruck - Senkung
führen.
Schauen
Sie lieber die Sportsendung "ran" oder gehen Sie lieber selbst
sportlich "ran"? Bewegungsmuffel können mit Ausdauersportarten wie
Gehen, Wandern (heute heißt das ja attraktiver "Walking"
bzw. "Powerwalking" - macht nichts,
Hauptsache Sie bewegen sich!), Laufen oder Radfahren nachhaltig ihren
Bluthochdruck senken.
Bewegungstherapie wirkt dabei wie ein
Ganz wichtig ist das Einhalten der
Anforderungen an ein angemessenes Ausdauertraining:
♥ Regelmäßig,
mindestens zwei- bis dreimal in der Woche, am besten sogar täglich
♥
Mindestens
zwanzig Minuten gleichmäßig am Stück, besser sogar dreißig oder sechzig
Minuten
♥ Moderate
körperliche Belastungen mit etwa 2/3 der ohne Symptome bewältigten
Maximalbelastung (dies kann aus dem Belastungs-EKG
errechnet werden)
♥
Grundregel:
Laufen, ohne zu schnaufen
Alter 40 Jahre: 220 – 40 = 180,
40jährigen liegt also bei 120 – 135
Schlägen in der Minute, Achtung: Gilt nicht bei Einnahme
frequenzverändernder
Medikamente wie etwa Beta-Blocker!).
Aus
dem Bereich der Physikalischen Therapie wirken Kohlendioxidbäder
blutdrucksenkend. Aber auch beruhigende Vollbäder, sofern das Herz dafür
ausreichend belastbar ist, mit Zusätzen wie Lavendel, Melisse oder Baldrian
sind hilfreich. Wechselwarme Güsse oder Waschungen senken den Bluthochdruck.
Auch ansteigende Arm- oder Fußbäder (bis 39° C) sind angebracht.
Wenn Sie zweimal wöchentlich in
eine Sauna gehen, dann tun Sie langfristig etwas besonders Gutes für Ihren
Kreislauf. Die warme trockene Luft dehnt die Gefäße aus, was zu einer
Bluthochdruck - Senkung führt.
Dabei müssen Sie jedoch einige Punkte beachten:
Der
Blutdruck sollte gut eingestellt sein. Mit einem akuten Wert von systolisch
180 oder mehr oder von diastolisch 110 mmHg oder
mehr sollten Sie nicht die Sauna besuchen.
♥ Wenn
der Blutdruck mit
Medikamenten - besonders mit gefäßerweiternden
Substanzen - zu gut eingestellt ist, so kann es zu einer übermäßigen
Absenkung des Druckes mit Kollapsgefahr kommen.
♥
Auf
keinen Fall dürfen sich Bluthochdruck-Kranke
nach der Sauna plötzlich kalt abkühlen. Beim Sprung ins Tauchbecken können
Blutdruckwerte von über 300 mmHg auftreten! Ein
gesundes, elastisches Gefäßsystem hält dies aus, möglicherweise aber
nicht die bereits vorgeschädigten Arterien des
Blutdruckkranken. Langsames Abkühlen der einzelnen Körperteile
nacheinander innerhalb von 1-2 Minuten ist aber möglich und notwendig.
Von
pflanzlichen Heilmitteln kann man sich beim Bluthochdruck
im Gegensatz zu vielen anderen Erkrankungen keine sehr ausgeprägten Effekte
erwarten. Hier sind allenfalls Senkungen um einige Millimeter Quecksilbersäule
denkbar. Vielleicht sprechen Sie aber besonders gut darauf an. Probieren Sie ein
gut dosiertes Weißdornpräparat aus (z. B. Crataegutt®
forte, Regulacor® oder Crataegus Verla®
Filmtabletten). Manche
Bluthochdruck-Kranke
sprechen auch auf Mistelpräparate an (z.B. Viscysat®
Bürger Tropfen oder Misteltropfen Curarina).
Pflanzliche Kombinationspräparate sind beispielsweise Ascoviscum®
N Tropfen/Kapseln oder Antihypertonikum S Schuck.
Von
der
Homöopathie können Sie dann gute Effekte erwarten, wenn das Arzneimittel
genau zu Ihrem Krankheitsbild passt. Das
homöopathische Mittel, welches jeden
Bluthochdruck gut zu senken in
der Lage ist, gibt es leider nicht. Hier sind einige Beispiele angegeben und mit
Dosierungsempfehlungen in einer Tiefpotenz versehen. Wenn eines dieser Mittel
bei Ihnen passt, sollten Sie es dreimal täglich als Tropfen oder Tabletten
einnehmen. Eine konstitutionelle
homöopathische Behandlung mit einer Hochpotenz
ist möglicherweise auch imstande, den ganzen Menschen so ins Gleichgewicht zu
bringen, dass auch der Blutdruck normalisiert wird. Eine solche Behandlung
sollte aber dem erfahrenen
homöopathischen Arzt oder Heilpraktiker vorbehalten
bleiben. Hier die Beispiele für die Selbstmedikation:
Zum
Schluss noch zwei ausleitende Verfahren, nämlich das blutige Schröpfen über
den entsprechenden Reflexzonen und der Aderlass
aus der Vene. Beides hat eine gute blutdrucksenkende Wirkung, wenn der Patient
"vollblütig", also ein rotes Gesicht mit Blutandrang hat. Im Blutbild
zeigt sich dann oft ein hoher Hämatokrit, d.h. ein
großer Anteil der roten Blutkörperchen. Ein solches Blut ist meist sehr viskös
und lässt sich nur schwer durch die Gefäße pumpen, eben nur "mit einem
hohen Druck". Der Körper benötigt den Bluthochdruck geradezu, um die
Gewebe ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Tritt hier eine Entlastung durch
einen Blutverlust und anschließende
Blutverdünnung ein, so kann das Herz das
Blut viel leichter transportieren und kommt mit einem geringeren Druck aus.
Besonders Frauen, die in den
Wechseljahren einen Bluthochdruck entwickeln, können von einer solchen
Ausleitung profitieren, da der "natürliche Aderlass der Menstruation"
so nachgeahmt wird. Gelegentliche, wöchentliche, kleine Schröpfungen oder
Aderlässe (100-200 ml) bewirken manchmal wahre Wunder. Diese ausleitenden
Verfahren sollten natürlich nur von darin erfahrenen Therapeuten unter
gelegentlicher Kontrolle mittels Blutbild durchgeführt
werden.
Ganz
zum Abschluss noch etwas ganz Besonderes: Ein umfassendes Heilsystem wie der fünftausend
Jahre alte
Ayurveda hat ein ganzheitliches
Kurverfahren entwickelt, in dem verschiedene Heilverfahren kombiniert werden.
Ernährung, Physikalische Therapien, Entspannungstherapien und Ausleitung werden
so zu einem sinnvollen Ganzen, welches nicht nur die Seele ins Gleichgewicht
bringt, sondern auch den Bluthochdruck
häufig normalisiert.
Das
Panchakarma
beginnt mit einem mehrtägigen Trinken von Ghee, der
geklärten Butter, zum Frühstück und einer leichten, fastenähnlichen
Kost. Nach einigen Tagen kommt es dann zu einer großen Ausleitung mit einem Abführmittel
(selten bei geeigneter Konstitution auch mit einem Brechmittel). Anschließend
werden abwechselnd nährende und ausleitende Einläufe durchgeführt. Parallel
dazu finden vegetativ entspannende Massagen statt, die nichts mit dem
hierzulande manchmal üblichen "Durchkneten" zu tun haben.
Harmonisierende Yoga-Übungen runden das Ganze ab. Für eine
Pancha-Karma-Kur
sollten Sie sich aber Zeit nehmen. 11 Tage sind das Mindeste, besser sind 14,
noch besser 21 Tage. Hierunter konnten schon viele Bluthochdruck
- Patienten
ihre Blutdruckmittel reduzieren oder ganz absetzen.
Vielleicht
kommen Sie schon mit einem der oben angegebenen Naturheilverfahren aus und können
einen normalen Blutdruck erreichen, der Ihnen bei guter Lebensqualität zu einem
langen Leben verhilft. Sind Sie
übergewichtig, so sind
Viele Bluthochdruck -
Patienten
benötigen aber eine Kombination mehrerer der angegebenen Verfahren. Je mehr der
Hinweise Sie berücksichtigen und je konsequenter Sie dies tun, umso größere
Erfolge werden Sie erzielen. Gegebenenfalls benötigen Sie aber auch die Unterstützung
eines erfahrenen Naturheilkundlers, der Ihnen bei der Auswahl und der Durchführung
der geeigneten Methoden weiterhilft.
Ganz wichtig: Wer heilt, hat recht!
Aber nur wer überprüfbar heilt, hat langfristig Erfolg. Vertrauen ist gut,
Kontrolle ist besser. Darum sollten Sie unbedingt mit den im ersten Teil des
Beitrages beschriebenen diagnostischen Verfahren den Behandlungserfolg objektiv
überprüfen. Haben Sie etwa in der Langzeit-Blutdruck-Messung einen
Durchschnittswert von 118/79 mmHg, so können Sie
sich gratulieren. Ist der Wert hingegen bei 154/93 mmHg
oder kommt es im Belastungs-EKG bei 100 Watt zu
einem Anstieg auf 220/110 mmHg, so können Sie sich
damit noch nicht zufrieden geben. Dann sollten Sie das Programm intensivieren, möglicherweise
benötigen Sie aber auch die Hilfe eines Antihypertonikums (Medikament
gegen Bluthochdruck) - zumindest vorübergehend.
Einmal Blutdruckmittel bedeutet
keineswegs immer Blutdruckmittel! Ich habe schon bei so vielen langjährigen Bluthochdruck
- Patienten
die
Medikamente deutlich reduzieren, manchmal sogar ganz absetzen können, dass
ich guten Gewissens sagen kann: Es lohnt sich immer, mit Naturheilverfahren den
Bluthochdruck zu behandeln. Bleiben Sie bei allen Bemühungen aber immer
gelassen und optimistisch. Machen Sie sich gerade bei der Blutdrucksenkung
keinen unnötigen Druck. Viel Erfolg!
Chefarzt der Inneren Abteilung
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren, Homöopathie
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Alle oben erwähnten Laboruntersuchungen (dazu Langzeit-EKG, Belastungs-EKG, Echokardiographie) können in der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt werden.
Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
http://www.habichtswaldklinik.de/Die_Abteilung_Innere_Medizin.html
Informationen über ambulante
Diagnostik und Therapie:
http://www.habichtswaldklinik.de/Naturheilk_Ambulanz.html
Hier finden Sie weitere
Gesundheitstipps:
http://www.gesundheitstipps.wicker-kliniken.de/
Die aktuellen und archivierten Naturheilkundlichen Newsletter finden Sie hier:
http://www.habichtswaldklinik.de/Naturlheilkundlicher_Newsletter.html
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Dieser Artikel erschien in der Zeitschrift "Der Naturarzt". Wir danken dem Access-Verlag für die freundliche Genehmigung zum Abdruck. www.naturarzt-access.de
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Weitere Informationen zu Krankheiten finden Sie bei der Wicker-Gruppe unter www.informationen-zu-krankheiten.de. Info-Material zur Klinik anfordern: www.wicker-gruppe.de/infomaterial-anfordern.html
Die
Klinik ist nach den Qualitätsgrundsätzen der DIN-EN ISO 9001zertifiziert.
Unsere Klinik ist von allen gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland nach § 111 als Rehabilitationsklinik anerkannt. Wir sind außerdem von allen privaten Krankenkassen als gemischte Anstalt anerkannt. Die Kostenübernahme muss aber zuvor bei dem jeweiligen Kostenträger beantragt werden. Bei Rückfragen bezügl. der Kostenübernahme können Sie sich gerne an unseren Verwaltungsleiter, Herrn Schenk, wenden (Servicetel.: 0800 / 8 90 11 00, Tel.: 0561-3108-621, E-Mail)
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