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Herz-Kreislauf-Erkrankungen ©

Der Begriff Herz-Kreislauf-Erkrankungen umfasst im weitesten Sinne sämtliche Krankheiten des Herzens und des Blutkreislaufs. Bei Naturvölkern sind kardiovaskuläre Krankheiten nahezu unbekannt, in den Industrieländern sind sie die häufigste Todesursache. Also eine typische Zivilisationskrankheit und damit auch eine Folgeerscheinung unserer Lebensführung. Zu den Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören z.B. Arteriosklerose, Durchblutungsstörungen, Bluthochdruck sowie Herzrhythmusstörungen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen - Arteriosklerose

Ist das Cholesterin für die Arteriosklerose verantwortlich?

Eigentlich ist Cholesterin eine natürliche und für die Funktionen unseres Körpers höchst wertvolle Substanz. Warum um alles in der Welt wird Cholesterin dann eigentlich so verteufelt? Die Gegner des Cholesterins führen an, dass Cholesterin für einen großen Teil der arteriosklerotischen Erkrankungen verantwortlich ist. Mit anderen Worten: Cholesterin lässt unsere Gefäße schneller verkalken, es droht die Arteriosklerose. Und nicht nur das: Jeder zweite Deutsche stirbt an einer Krankheit des Herz-Kreislauf-Systems, sprich an Herzinfarkt oder Schlaganfall. Damit wäre Cholesterin in der Tat der große Killer unseres Zeitalters. Ist das wirklich so? 

Lassen Sie mich, um diese Frage zu beantworten, etwas weiter ausholen. Sie werden vielleicht erstaunt sein, wenn ich Ihnen sage, dass der Herzinfarkt für den Menschen eine sehr seltene Erkrankung ist. Herzinfarkte kommen natürlicherweise eigentlich kaum vor. Sie alle wissen, dass die Realität anders aussieht. Wann immer Sie einen Notarztwagen sehen, dürfen Sie davon ausgehen, dass mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ein Mensch mit einem akuten Herzinfarkt um sein Leben kämpft. 300.000 Herzinfarkte in Deutschland in jedem Jahr, 200.000 Todesfälle durch Herzinfarkt sprechen eine deutliche Sprache. Und da behaupte ich einfach, der Herzinfarkt kommt fast gar nicht vor…? 

Aber es ist so. Noch vor drei Generationen, am Ende des 19. Jahrhunderts waren Herzinfarkte wirklich extrem selten – und das lag nicht nur daran, dass Menschen generell nicht sehr alt wurden oder in jungen Jahren beispielsweise an Infektionen starben. Auch diejenigen, die alt wurden, hatten weit weniger Herzprobleme als unsere heutigen Senioren. Der Herzinfarkt ist die Krankheit des 20. Jahrhunderts. Epidemieartig begann sie sich auszubreiten. Um die Mitte des letzten Jahrhunderts war es nicht mehr zu übersehen.... ausführliche Informationen über die Arteriosklerose und was Sie dagegen tun können, lesen Sie hier: www.cholesterin-1.de/arteriosklerose/ und hier: www.cholesterin-1.de und hier: www.cholesterin-1.de/oxidation/

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Herz-Kreislauf-Erkrankungen - Ballondilatation 

In den letzten Jahren haben in Deutschland Aufdehnungen verengter Herzkranzgefäße mit einem Ballon (PTCA = Perkutane Transluminale CoronarAngioplastie = Ballondilatation) enorm zugenommen. Es ist ja auch so verlockend: Gefäß verengt, die Verengung wird einfach weggepustet, das war´s schon! Für den Kardiologen sehr attraktiv, da er unmittelbare Therapieerfolge sieht. Für den Patienten sehr angenehm, da er seinen Lebensstil ja nicht verändern muss.

Leider waren etwa ein Drittel der Gefäße nach einigen Monaten der Ballondilatation schon wieder zu. Doch die Technik half auch hier weiter: In das aufgedehnte Gefäß wird meist ein winziges Maschendrahtgitter (Stent) eingefügt, welches das Gefäß offen halten soll (was leider auch nicht immer gelingt). Kritiker – nicht nur „Alternativmediziner“ – sprechen sogar von einer deutschen „Stentomanie“: Wer nicht bei drei auf den Bäumen ist, bekommt einen Stent eingesetzt. 

Der Naturheilkunde wird ja immer wieder vorgeworfen (teilweise zu Recht), dass sie ihre Methoden wissenschaftlich nicht absichert. Schulmedizinische Kritiker fordern Studien, die eine Methode im Vergleich zu einer Scheinbehandlung oder zu einer anderen bewährten Therapie bewertet. Die Schulmedizin muss sich jedoch einmal an die eigene Nase packen: Seriöse Schätzungen gehen davon aus, dass die Wirksamkeit von über 90 % aller schulmedizinisch eingesetzten Medikamente und Verfahren nach strengen wissenschaftlichen Kriterien nicht als belegt gelten kann. Für Kombinationen verschiedener Verfahren (z.B. drei oder vier Herzmedikamente, wie es bei entsprechenden Patienten die Regel ist) gibt es praktisch gar keine wissenschaftlichen Daten. 

Nun hat sich eine Arbeitsgruppe der Universität Leipzig auf den Weg gemacht, für Klarheit zu sorgen. Sie haben 101 freiwillige Patienten mit einer mindestens 75%igen Verengung eines Herzkranzgefäßes, stabiler Angina pectoris (Herzschmerzen bei bestimmten körperlichen Belastungen) und guter Herzmuskelleistung in die Studie aufgenommen. Normalerweise sind das die typischen Patienten für eine Ballondilatation plus Stent. In diesem Fall wurden die Patienten jedoch zufallsmäßig in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe erhielt.... hier geht es weiter: www.herz-kreislauf-erkrankungen.de/ballondilatation/

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Herz-Kreislauf-Erkrankungen - Bluthochdruck

Bluthochdruck tut nicht weh…

…die Folgen aber leider schon. Wenn Bluthochdruck Schmerzen bereiten würde, dann wären vermutlich auch mehr Menschen bereit, aktiv durch eine andere Lebensweise für eine Normalisierung des Bluthochdruck 's zu sorgen, oder wenigstens den Bluthochdruck medikamentös einstellen zu lassen.

Mehr als 15 Millionen Deutsche leiden unter Bluthochdruck. Bei den über 65jähigen ist sogar jeder Zweite betroffen. Aber nur die Hälfte der Betroffenen wissen überhaupt, dass sie einen Bluthochdruck haben. Von den Menschen, bei denen der Bluthochdruck bekannt ist, wird auch nur etwa die Hälfte behandelt. Von denen, die immerhin behandelt werden, wird aber nur die Hälfte ausreichend behandelt. Das bedeutet unter dem Strich: Die wenigsten Menschen mit Bluthochdruck werden ausreichend oder überhaupt behandelt.

Welche Krankheiten können durch Bluthochdruck entstehen?

Bluthochdruck ist asymptomatisch, d.h. er verursacht in der Regel keinerlei Symptome wie z.B. Schmerzen. Lediglich bei plötzlich auftretenden extrem hohen Werten kann es beispielsweise zu Kopfschmerzen, Herzklopfen, Angst, Schwindel, Luftnot oder Herzbeklemmung kommen. Für die Behandlungstreue wäre es möglicherweise günstiger, wenn wir den Bluthochdruck mitunter auch schmerzhaft spüren würden.

Die Folgen eines langjährig bestehenden Bluthochdruck 's können Sie aber umso drastischer zu spüren. Die wichtigsten Spätkomplikationen sind:

  ♥  Arteriosklerose (Gefäßverkalkung)
  ♥ 
koronare Herzkrankheit (Verengung der Herzkranzgefäße)
  ♥  Herzinfarkt
  ♥  Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
  ♥  Vorhofflimmern (eine besondere Herzrhythmusstörung)
  ♥  Hirnschädigung oder Schlaganfall (hierfür ist der Bluthochdruck sogar der bedeutendste
      Risikofaktor)

  ♥  Verkalkung oder Aussackungen der Hauptschlagader mit Gefahr des Reißens und Verblutens
  ♥  Nierenschädigung und -versagen
  ♥  Augenschädigung mit Nachlassen der Sehleistung

Wie hoch darf der Blutdruck sein?.... Informieren Sie sich weiter unter:
www.herz-kreislauf-erkrankungen.de/bluthochdruck/ - www.1-bluthochdruck.de und hier:
www.herz-kreislauf-erkrankungen.de/blutdruckmessung/
 

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Herz-Kreislauf-Erkrankungen - Funktionelle Herzbeschwerden

Die moderne Medizin hat bei der Behandlung von Herzkrankheiten große Fortschritte gemacht. Es gibt verbesserte und verfeinerte diagnostische sowie operative Methoden, es werden wirksamere Medikamente entwickelt und bessere Behandlungstechniken eingeführt.

Vernachlässigt von der Wissenschaft des Herzens (Kardiologie) werden jedoch die Patienten, die an sogenannten funktionelle n Herzbeschwerden leiden. „Organisch gesund“, lautet  die Diagnose, die Beschwerden (z.B. Herzstiche) hören aber dadurch nicht auf. Wie lang und hürdenreich der Weg zur richtigen Therapie sein kann, wird im Folgenden beschrieben an einem Fallbeispiel: 

Hilde Pankras (Name geändert) klagte beim Hausarzt über plötzlich auftretende Herzstiche und Herzstolpern. Dieser sah keinen Grund zur Beunruhigung, da sich die Patientin fast ausschließlich vegetarisch ernährte, nicht rauchte, kein Übergewicht hatte und in der nahen Verwandtschaft auch keine Herzkrankheiten bekannt waren. Er meinte, dass eine organische Krankheit doch sehr unwahrscheinlich sei. Sicherheitshalber führte er ein Ruhe-Elektrokardiogramm durch, auf dem nichts Auffallendes festzustellen war. „Alles in Ordnung“, lautete sein Fazit und er verordnete der Patientin ein mildes Beruhigungsmittel. Dieses nahm sie nicht ein. „Ich spinne doch nicht. Ich weiß doch, dass ich am Herzen etwas gespürt habe.“ Der Gang zum Spezialisten war unvermeidbar.... und hier können Sie die Odyssee durch den Heiler-Dschungel weiter verfolgen: www.herz-kreislauf-erkrankungen.de/funktionelle-herzbeschwerden/

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Herz-Kreislauf-Erkrankungen - Herzinsuffizienz

Etwa 1 % der deutschen Bevölkerung leidet unter einer Herzinsuffizienz. Bei älteren Menschen sind es sogar mehr als 10 %. Neben einer erhöhten Sterblichkeit leiden die Patienten mit Herzinsuffizienz unter einer verminderten Leistungsfähigkeit und weiteren unangenehmen Symptomen. Die Naturheilkunde erhebt nicht den Anspruch, eine organische Erkrankung wie die Herzinsuffizienz ausheilen zu können, es sind aber teilweise erstaunliche Besserungen möglich. 

Ursachen – wodurch entsteht eine Herzinsuffizienz 

Herzinsuffizienz ist die Unfähigkeit des Herzens, durch seine Pumparbeit die vom Körper geforderte Blutförderung aufrecht zu erhalten. Das Blut staut sich dann vor dem Herzen zurück.

Die häufigsten Ursachen sind der Bluthochdruck und die koronare Herzkrankheit. Gelänge es, diese beiden Erkrankungen durch geeignete Änderungen des Lebensstiles und/oder medikamentöse Maßnahmen in den Griff zu bekommen, so wären viel weniger Menschen im Alter von einer Herzinsuffizienz betroffen. 

Symptome – woran erkennen Sie eine Herzinsuffizienz? 

Das rechte Herz pumpt das Blut in die Lunge, wo es mit Sauerstoff angereichert wird. Dieses Blut gelangt dann in das linke Herz, von wo es in den großen Körperkreislauf gelangt und die Organe mit lebenswichtigem Sauerstoff und Nährstoffen versorgt (s. Abb.). Je nachdem ob das linke oder das rechte Herz mehr betroffen ist, kommt es zu.... informieren Sie weiter über die Diagnostik und die Therapiemöglichkeiten: www.1herzinsuffizienz.de

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Herz-Kreislauf-Erkrankungen - Herzrasen 

Paroxysmale supraventrikuläre Tachykardie- anfallsweises Herzrasen -

Nicht wenige Menschen berichten über ein gelegentlich, aber immer wieder auftretendes Herzrasen, welches oft unabhängig von körperlicher Anstrengung oder seelischen Belastungen auftritt. Hier sollte zunächst einmal unterschieden werden, um welche Art von Herzrhythmusstörungen es sich dabei handelt. Die genaue Diagnose könnte ein Ruhe-Elektrokardiogramm (EKG) erbringen, das aber natürlich nicht immer zur Hand ist. Meist dauert ein solches Herzrasen nur einige Minuten, so dass es oft schon wieder vorbei ist, wenn der Notarzt eintrifft. Tritt es sehr häufig auf, so wird der sorgfältig arbeitende Hausarzt ein Langzeit-EKG über 24 Stunden veranlassen (nicht selten kommt es aber gerade dann nicht zu dem zu erforschenden Herzrasen). Durch einfache Untersuchungen können Sie aber selbst der möglichen Rhythmusstörung ein wenig auf die Spur kommen und dem Arzt wertvolle Informationen für das weitere Vorgehen liefern. 

Messen Sie bitte Ihren eigenen Puls. Sie können dies leicht tun, indem Sie mit Mittel- und Zeigefinger einer Hand den Puls der anderen Hand aufsuchen. Sie finden diesen am besten an der Daumenseite knapp ellenbogenwärts vom Handgelenk. Wichtig ist dabei, nicht zu fest und nicht zu locker zu drücken. Probieren Sie einfach aus, wie Sie den Puls am besten ertasten. An der Halsseite knapp oberhalb des Schlüsselbeins kann der Puls der Halsschlagader gefunden werden. Einige Zentimeter unterhalb der linken Brustwarze finden Sie den Herzspitzenstoß. 

Manche Menschen können ihren Puls am Hals oder am Herzen besser als an der Hand finden. Wenn Sie den Puls gut tasten können, zählen Sie bitte mit Hilfe einer Uhr mit Sekundenzeiger, wie viele Schläge in 15 Sekunden auftreten. Diese Zahl mit vier malgenommen, ergibt die Herzfrequenz pro Minute (Beispiel: 21 Schläge in 15 Sekunden mal vier ergibt 84 Schläge in der Minute; Sie können natürlich auch eine Minute lang zählen). Achten Sie bitte beim Pulszählen bereits darauf, ob die Schläge völlig gleichmäßig (rhythmisch) erfolgen, ob Sie einzelne „Aussetzer“ oder „Stolperer“ finden....und hier informieren Sie sich weiter: www.aortenisthmusstenose.de/herzrasen/

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Herz-Kreislauf-Erkrankungen - Ventrikuläre Herzrhythmusstörungen

Hier soll es um so genannte ventrikuläre Herzrhythmusstörungen gehen. Diese entstehen nicht im Vorhof (supra-ventrikulär), sondern in der Herzkammer (Ventrikel). Handelt es sich um einzelne Herzrhythmusstörungen, sind diese in der Regel harmloser Natur. Bei fast jedem Menschen treten hin und wieder ganz vereinzelt „Herzstolperer“ auf. Diesen wird heute kein Krankheitswert mehr beigemessen, insbesondere seit man weiß, dass eine entsprechende Behandlung unter Umständen gefährlicher als die Rhythmusstörung selbst sein kann. Eine weitere Diagnostik (z. B. Langzeit-EKG über 24 Stunden, Belastungs-EKG) sollte unbedingt veranlasst werden, wenn Sie sich durch die Herzrhythmusstörungen subjektiv belastet fühlen, Sie schon einmal ohnmächtig geworden sind oder bei einem EKG zufällig höhergradige Herzrhythmusstörungen entdeckt wurden. Der Arzt kann Ihnen dann sagen, ob es sich um harmlose (können ignoriert werden) oder behandlungsbedürftige Herzrhythmusstörungen handelt.

Einige wichtige Hinweise zur Therapie von Herzrhythmusstörungen

Ø      Unter Belastung auftretende Herzrhythmusstörungen sind von größerer Bedeutung als Herzrhythmusstörungen, die sich in Ruhe nachweisen lassen, unter Belastung aber verschwinden.

Ø      Eine medikamentöse Therapie will gut überdacht sein. Sie sollte nur dann begonnen werden, wenn es sich um wirklich bedrohliche Herzrhythmusstörungen handelt oder der Patient subjektiv sehr stark darunter leidet. Jedes Antiarrhythmikum hat nämlich die Fähigkeit, Herzrhythmusstörungen zu beseitigen – aber es kann selbst auch welche auslösen.... weitere Informationen und Therapiemöglichkeiten finden sie hier:
www.1-herzrhythmusstoerungen.de

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Herz-Kreislauf-Erkrankungen - Vorhofflimmern

Grundlagen: Was ist ein Sinusrhythmus, was ist ein Vorhofflimmern? 

Das menschliche Herz pumpt sauerstoffreiches und Leben spendendes Blut etwa 100.000mal am Tag durch den Körper. Das sind fast 3 Milliarden Schläge während eines circa achtzigjährigen Lebens. Dabei wird eine Blutmenge befördert, die einer Kette von Tanklastzügen mit mehr als 100 km Länge entspricht. Im Gegensatz zu allen anderen Muskeln, die sich auch einmal ausruhen und regenerieren können, muss das Herz seine Tätigkeit ohne Unterlass vollbringen. Eine Rhythmusstörung kann innerhalb weniger Minuten zum Tode führen, eine Schwächung des Herzmuskels zu deutlich verminderter Leistungsfähigkeit, ja sogar zum gefährlichen Lungenödem mit Lebensgefahr.

Normalerweise schlägt unser Herz im so genannten Sinusrhythmus. Dabei geht vom Sinusknoten des Herzens ein elektrischer Impuls aus, der sich innerhalb weniger hundertstel Sekunden auf den ganzen Herzmuskel ausbreitet und so zu einer koordinierten Zusammenziehung des Herzmuskels führt. Diese elektrische Nervenleitung geschieht über AV-Knoten, His-Bündel und Purkinjefasern, bis schließlich auch die letzte Herzmuskelzelle den Befehl zur Zusammenziehung erhalten hat
Der Sinusknoten stellt also gewissermaßen die Zündkerze des „Motors Herz“ dar.

Zuerst ziehen sich die beiden Vorhöfe zusammen. Wenn wir bei dem Bild des Motors bleiben, dann stellen die Vorhöfe sozusagen die Einspritzer dar, was zu einer Leistungsoptimierung führt – sowohl beim Benzinmotor als auch beim Herzen. Im EKG erkennen wir das Funktionieren der Vorhöfe an der kleinen Welle vor der großen Spitze.

Wie jedes Gewebe kann auch der Sinusknoten geschädigt werden und schließlich ganz ausfallen (welche Faktoren das begünstigen, werden wir später erörtern). Ein solches Ereignis nennen wir Vorhofflimmern. Dies hat drei unangenehme Folgen: 

Ø      Die Einspritzfunktion der Vorhöfe fällt aus, was zu einer Leistungsminderung des Herzens von bis zu 20 % führt. Der Patient mit Vorhofflimmern merkt, dass er körperlich nicht mehr so leistungsfähig ist, etwa beim Bergaufgehen. Wenn das Herz schon recht geschwächt ist und das Vorhofflimmern sehr schnell ist (z.B. über 140 Schläge pro Minute), kann dies auch einmal gefährlich werden. Ein gesunder Herzmuskel kann hingegen so etwas schon über mehrere Stunden gut tolerieren.

Ø      Die koordinierte Abfolge zwischen den aufeinander folgenden Schlägen geht verloren. Das Herz schlägt nicht mehr rhythmisch, sondern arrhythmisch.

      Weitere Informationen über Risikofaktoren, Diagnostik und therapeutische Maßnahmen finden Sie unter: www.herzkranzarterien.de/vorhofflimmern

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Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

 © Dr. Volker Schmiedel
Chefarzt der Inneren Abteilung
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren, Homöopathie
Dozent für Biologische Medizin (Univ. Mailand).

Animationen animierte Augen

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Aktualisiert: Februar 2010

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